Prof. Dr. Klaus Dörre

Liebe Besucherin, lieber Besucher, willkommen auf meiner persönlichen Homepage! Ich freue mich über Ihr Interesse. Auf dieser Homepage kommentiere ich gelegentlich gesellschaftliche und politische Ereignisse. Sie erfahren etwas über meine Vorträge und Diskussionen außerhalb der Universität. Außerdem können Sie den ein oder anderen Vortrag herunterladen. Ich stelle Ihnen neue Veröffentlichungen vor und freue mich über Kommentare und Anmerkungen. Zudem werden Ihnen die jeweils neuesten Ausgaben des Berliner Journal für Soziologie und des Global Dialogue vorgestellt. Selbstverständlich erfahren Sie auch etwas über das Programm der KD-Radioshow, Playlist eingeschlossen. Viel Spaß beim Lesen! Ihr Klaus Dörre

Betriebsratswahlen: Kaum Geländegewinne für die extreme Rechte

WEB.DEFrankfurter Allgemeine ZeitungHandelsblattBei den Betriebsratswahlen 2026 ist es der extremen Rechten offenbar kaum gelungen, spektakuläre Zugewinne zu erzielen. Sieht man vom Mercedes-Werk Untertürkheim ab, ist es nach bis jetzt vorliegend Ergebnisse nirgendwo gelungen, Arbeiter-Stimmen für die AfD in Zustimmung zu rechtsextremen Betriebsratslisten umzumünzen. Mandatsgewinne, die es gibt, bleiben überschaubar. Das ändert nichts daran, dass in Teilen der medialen Öffentlichkeit vor allem von wachsendem Einfluss der AfD in den Betrieben die Rede ist.  Meine vorläufige Einschätzung der Betriebsratsratswahlen finden Sie gut dokumentiert in einem Artikel der Journalisten Marie Illner aus der Redaktion von web.de. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen äußere ich mich zum Wahlergebnis bei VW Kassel-Baunatal. Dort haben sich Betriebsrat und Vertrauensleutekörper sehr klar gegen die AfD positioniert. Gegenüber dem Handelsblatt habe ich mich zu den Trends bei den bisher bekannten Wahlergebnissen geäußert. Liest man die Artikel nacheinander, ergibt sich ein Bild, das die Mär vom unaufhaltsamen Aufstieg der extremen Rechten in der Arbeitswelt korrigiert. Gleichwohl: Eine Strategiedebatte der Gewerkschaften ist zwingend nötig!

Schwere Schlappe für die AfD!

IG MetallDie Betriebsratswahl bei VW Zwickau ist anders ausgegangen als es sich die AfD und das rechtsradikale »Bündnis freie Betriebsräte« (BfB) gewünscht haben. Das BfB wollte die Mehrheit im Betriebsrat; die Presseberichterstattung von SPIEGEL bis BILD suggerierte, die Machtergreifung durch die rechtsradikale Liste stehe unmittelbar bevor. Das Ergebnis spricht eine andere Sprache: Gewonnen hat die IG Metall mit über 80 Prozent der Stimmen. Das BfB stagniert bei etwas mehr als 11 Prozent. Listenführer Bochmann, zugleich OB-Kandidat der AfD, gesteht die Niederlage öffentlich ein. Hauptgrund für die Niederlage ist eine kämpferische IG Metall mit Thomas Knabel an der Spitze. Ich hatte die Ehre, an der IGM-Delegiertenkonferenz in Zwickau teilnehmen und Forschungsergebnisse präsentieren zu dürfen. Einen Tag vor der Auszählung der Stimmen im VW-Werk Zwickau war die Stimmung ausgezeichnet, mehr dazu hier.

Betriebsratswahlen und radikale Rechte

WDR 5 POLITIKUMDazu äußere ich mich in WDR-Politikum. Den Podcast finden Sie hier. Inzwischen gibt es erste Ergebnisse der Betriebsratswahlen. Im größten Mercedes-Werk Sindelfingen bleibt der rechtsradikale Verein »Zentrum« bedeutungslos; anders in Untertürkheim. Dort legt der Verein offenbar kräftig zu. Das Thema »Rechtsradikale in Betrieb und Arbeitswelt« wird nicht mehr verschwinden. Nach Abschluss der Betriebsratswahlen ist eine gewerkschaftliche Strategiediskussion überfällig!

Lehren aus Baden-Württemberg

Die TageszeitungDie Lehren aus der Landtagswahl in Baden-Württemberg: Die Linken Arbeitenden in den Blick nehmen. Zum Wahlausgang habe ich ein Gespräch mit dem TAZ-Journalisten Gareth Joswig geführt. Im Interview konnte ich die Notwendigkeit eines Perspektivwechsels begründen. Wenn, wie im Ländle, 37 Prozent der Arbeiter AfD wählen, entscheiden sich 63 Prozent anders. Demokratische Arbeiterinnen und Arbeit gehören ins Scheinwerferlicht. Das versteht man bei der taz, die eben doch klüger ist als viele andere Blätter. Das Interview können Sie hier nachlesen; ein Beitrag für die taz wäre schön!

Financial TimesHow job cuts and the AfD fuelled Germany’s far-right »alternative union«. Unter dieser Schlagzeile berichtet Sebastien Ash für die Financial Times. Den Zugang zum Artikel finden sie hier.

Gruppenbild mit Dame

Ende Februar traf sich eine »Marburger Runde«, um über die Weltlage zu sprechen. Mit dabei Prof. Frank Deppe und Menschen, die seinerzeit am Marxistischen Arbeitskreis in Marburg (MAK) beteiligt waren. Mit dabei waren aber auch einige jüngere Semester, die nun den MAK Jena gestalten.

Die Akkumulation des Kapitals

Logo der Rosa Luxemburg Stiftung[4.3.2026] In einer neuen Podcast-Folge diskutiere ich mit Alex Demirović über Rosa Luxemburgs Hauptwerk und dessen aktuelle Bedeutung. Sie können das Gespräch hier nachverfolgen.

Dörre contra Fahimi?

[3.3.2026] Das Handelsblatt berichtet – diesmal differenzierter – über die rechte Listen bei den laufenden Betriebsratswahlen und den Einfluss der AfD. Allerdings werde ich mit einem Zitat in einen direkten Gegensatz zur DGB-Vorsitzenden Fahimi gebracht. Säßen wir gemeinsam in einer Diskussionsrunde, würde sich das rasch relativieren. Wo starke Betriebsräte und Gewerkschaften agieren, haben es Rechtsextreme schwer. Wahr ist aber auch: Schon jetzt finden sich in Betriebsräten und unter Vertrauensleuten Menschen, für die gilt: Im Betrieb mit Betriebsrat und Gewerkschaft, in der Politik mit der AfD. Die demokratischen Gewerkschaften sind allerdings die einzige demokratische Organisation, die solche Arbeiter:innen noch erreichen können. Gewerkschafts-Bashing ist deshalb nicht angesagt! Statt dessen muss es, wie eine DPA-Meldung mich zurecht zitiert, darum gehen, diejenigen in der Arbeitswelt zu stützen, die sich dem Rechtsruck widersetzen. Außerdem wäre zu fragen: Wo sind eigentlich die CEOs und Unternehmensvorstände, die sich klar gegen die AfD und ihre Vorfeldorganisationen positionieren? In der Wirtschaftspresse ist darüber wenig zu lesen. Den Handelsblatt-Artikel finden Sie hier. Die sehr gute DPA-Meldung, die in der überregionalen Presse veröffentlicht wurde, kann an dieser Stelle (SZ) nachgelesen werden.

KD-Radioshow am 3. März 2026: Es kann nur besser werden!?

RADIO OKJ – Das Bürgerradio für Jena und UmgebungLiebe Hörer:innen, am 3.3.2026 (19-20 Uhr) und am 8.3.2026 (13-14 Uhr) läuft angesichts der Weltlage die KD-Radioshow zum Thema »Es kann nur besser werden!?«.

Was bringt uns zu dieser Annahme? Momente wie diese hier: Die Vereidigung von Zohran Mamdani als Bürgermeister von New York und Lucy Dacus, die dort Bread and Roses gesungen hat.

Außerdem mit dabei sind:
Amyl and The Sniffers, Duo Uwe, Antonio Gramsci, Rogér Fakhr, Dave Holland & John Scofield, Imany, Lucy Dacus, Cock Sparrer, die geheimnisvolle Anna M., Tocotronic, Donald Trump, Wetleg und viele andere…

Am Mikrofon: KD
Thema: Es kann nur besser werden!?
Soziologe des Monats: Antonio Gramsci
Technik: Die Radio-Katze

»Viele Gewerkschafter stehen unter Druck von ihrer Basis«

Les Echos[23.2.2026] »Wie die extreme Rechte die Autokrise ausnutzen will, um in deutschen Fabriken zu gewinnen.« So lautet die Dachzeile eines Artikels in Les Échos. Es handelt sich um die täglich erscheinende Finanzzeitung mit der größten Auflage im französischsprachigen Raum. Den Artikel finden Sie hier.